top of page

Die unfassbare Milchleistung heutiger Kühe

  • Autorenbild: C. B.
    C. B.
  • 26. Jan.
  • 1 Min. Lesezeit
Holstein-Friese, eine der produktivsten Rassen der Welt (Foto: K. Weller)
Holstein-Friese, eine der produktivsten Rassen der Welt (Foto: K. Weller)

Heutige Kühe geben 30 Liter Milch am Tag

Die durchschnittliche Leistung deutscher Milchkühe hat sich im Verlauf der vergangenen Jahrhunderte drastisch erhöht. Im Jahr 2024 lag die durchschnittliche Jahresleistung pro Kuh in Deutschland bei fast 9.500 kg Milch.* Diese Menge entspricht etwa 30 Litern Milch pro Tag!


Im Mittelalter war es nur ein Bruchteil

Im Vergleich dazu produzierten Rinder im Mittelalter nur geringe Milchmengen. Historisch orientierte Schätzungen gehen von etwa 250 bis 500 Kilogramm Milch pro Jahr und Kuh aus.** Das bedeutet für die heutigen Kühe eine Steigerung um das 20- bis 40-fache!


Rekonstruierende Darstellung einer mittelalterlichen Melkszene (KI-Illustration im Kupferstich-Stil)
Rekonstruierende Darstellung einer mittelalterlichen Melkszene (KI-Illustration im Kupferstich-Stil)

Forschung als Grundlage

Diese Leistungssteigerung ist primär das Ergebnis einer konsequenten Zucht auf hohe Milchleistung, einschließlich genomischer Selektionsmethoden, bei denen bereits anhand einer DNA-Probe beim Kalb berechnet wird, wie leistungsfähig es später sein wird, sowie energiereicher Fütterung mit erhöhtem Kraftfutteranteil. Infolgedessen sind die Stoffwechselanforderungen an Hochleistungsrinder deutlich gestiegen, was ein differenziertes Stall- und Gesundheitsmanagement erforderlich macht, um Leistung und Tiergesundheit kompatibel zu halten.


Quellen:

* Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) / Wie viel Milch gibt eine Kuh? Durchschnittliche Milchleistung deutscher Milchkühe 2024: 9.445 kg jährlich. Landwirtschaft.de (Stand 2025); abrufbar unter: https://www.landwirtschaft.de/infothek/infografiken/uebersicht-aller-infografiken/wie-viel-milch-gibt-eine-kuh

** Benecke, N. (1994). Der Mensch und seine Haustiere. Stuttgart: Theiss.

Kommentare


bottom of page