Tödlicher Sex: Das tragische Liebesleben der Gelbfuß-Beutelmaus
- C. B.

- 28. Aug. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Das Liebesleben der Gelbfuß-Beutelmaus ist tragisch – aber nur für die Männchen
Das ist das Schicksal der männlichen Breitfuß-Beutelmaus (Antechinus flavipes). Die Männchen sterben nach ihrem „ersten Mal“. Sie paaren sich bis zu 14 Stunden lang mit zahlreichen Partnerinnen.Die Folge: Eine extreme Ausschüttung von Stresshormonen und Testosteron, die das Immunsystem kollabieren lässt und zu Organversagen führt.* Nach rund zwei Wochen Paarungszeit sind alle Männchen tot. Zurück bleiben ausschließlich trächtige Weibchen, bis die nächste Generation geboren wird – und das Drama von Neuem beginnt.
In Down Under zuhause
Die Gelbfuß-Beutelmaus wird bis zu 16 cm lang (ohne Schwanz) und rund 70 g schwer. Sie lebt vor allem im Osten Australiens; nur eine Unterart kommt auch im Südwesten vor. Die nachtaktiven Tiere sind vor allem am Boden unterwegs, sind jedoch bei Bedarf auch gute Kletterer. Ihre Nahrung besteht überwiegend aus Insekten, gelegentlich auch aus kleinen Wirbeltieren wie z. B. Jungvögeln.
Keine "echte" Maus
Trotz ihres Namens ist die Gelbfuß-Beutelmaus kein Nagetier und schon gar keine echte Maus. Diese stehen vielmehr sogar auf ihrer Speisekarte. Die Gelbfuß-Beutelmaus gehört zur Gattung der Breitfuß-Beutelmäuse (sie haben wirklich breite Füße) und damit zu den Beuteltieren, also einer Untergruppe der Säugetiere. Beuteltiere sind vor allem dadurch gekennzeichnet, dass ihre Jungen bereits in einem sehr frühen, embryoähnlichen Entwicklungsstadium geboren werden und sich dann meist im Beutel der Mutter weiterentwickeln.
Verwandtschaft mit Känguru
Die wohl prominentesten Vertreter der Beuteltiere sind die Kängurus. Die meisten Beuteltierarten leben in Australien, einige aber auch in Südostasien und Amerika (z. B. das Opossum). In Australien sind Beuteltiere durch vom Menschen eingeschleppte Arten wie Füchse und Katzen oder auch die Aga-Kröte bedroht. Viele Arten sind bereits stark dezimiert oder sogar ganz verschwunden.
Aber immerhin: Die Gelbfuß-Beutelmaus gilt bislang nicht als bedroht.
Quellen:
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