Rotschnabel-Madenhacker (Buphagus erythrorhynchus)
Größe & Alter:
Länge 17–21 cm, Gewicht 45–65 g. Lebenserwartung bis etwa 10–12 Jahre.
Verbreitung & Lebensraum:
Subsahara-Afrika. Savannen, Buschland, Weidegebiete mit Großsäugern; meidet dichte Wälder und extreme Wüsten. Zweite Art in Afrika: Gelbschnabel-Madenhacker (Buphagus africanus).
Nahrung:
Ektoparasiten (v. a. Zecken), Insektenlarven. Auch abgestorbenes Gewebe, Hautschuppen, Ohrenschmalz. Blut aus bestehenden oder erneut von ihm geöffneten Wunden. Gelegentlich Früchte.
Sozialverhalten:
In Gruppen. Fast ständig auf Großsäugern. Enge Bindung an Wirte wie Büffel, Antilopen, Giraffen, Nashörner. Nachts gemeinschaftliche Schlafplätze in Bäumen. Brütet in Baumhöhlen.
Besonderes:
Früher wurde das Verhältnis zum Wirt als mutualistisch, also für beide Seiten vorteilhaft, interpretiert. Heute eher als fakultativer Parasitismus, da der Nutzen für den Wirt nicht immer überwiegt:
Vorteile: Madenhacker entfernt Parasiten, warnt mit Alarmrufen vor Feinden
Nachteile: Hält Wunden gezielt offen oder hackt sie sogar erneut auf; mögliche Schwächung und erhöhte Infektionsgefahr für den Wirt. Nicht alle Tiere tolerieren ihn dauerhaft; Elefanten etwa schütteln ihn oft ab.







